Elektrischer Reporter zu Digitalen Nomaden

Zunehmend erklären Menschen die ganze Welt zu ihrem Büro. Also hält auch Mario Sixtus als Elektrischer Reporter seine Kamera auf diese neue Spezies.

Hm… Na gut, wenn jetzt alle Menschen durch die Gegend jetten um weltweit ihren Schreibtisch aufzuklappen, mag das einen Einfluss auf das Klima haben. Jedoch beginnt nicht jede Etappe des digitalen Nomadentums zwingend mit einer Flugreise. In Europa sind viele Städte auch per Auto, Motorrad oder Bahn gut und beliebt erreichbar.

Was hier leider völlig unbetrachtet blieb beim Elektrischen Reporter ist die Kombination von Urlaub und Arbeiten.

Einigen Werktätigen und insbesondere Selbständigen erlaubt das digitale Nomadentum ein Mehr an Freizeit, wenn sie ihren Aufgaben auch an anderen Stellen der Welt nachgehen können. Aber vielleicht sind diese in der Schwarz-Weiss-Zuspitzung wieder nicht begriffsgenau „digitale Nomaden“…

Zum Thema empfehle ich den Beitrag Work anywhere – seit 1997.

10 schlechte Passwörter – das geht sicherer

Foto: -javier brosch / istockphotoJa, wir nutzen inzwischen viele verschiedene Plattformen und Dienste im Internet, zu denen wir uns einloggen müssen.

Da ist es schon verführerisch, für die Anmeldung zu einem Service das persönliche Facebook Login zu nutzen. Aber wollen wir, dass Facebook alles mitbekommt, was wir auf einer anderen Plattform treiben?

Also wählen wir das Einloggen per eMail / Nutzername und werden immer wieder gebeten, uns ein Passwort zur Sicherung des persönlichen Logins zu geben. Hand hoch, wer da stets das gleiche Kennwort verwendet, egal ob Facebook, Twitter, Paypal, iCloud, Google, Pinterest oder Delicious. Nicht gut!

Und welche Kombination aus Buchstaben und Zeichen bildet das Univeral-Passwort? Nur kleingeschriebene Buchstaben? Nicht gut! Google hat 2013 ermittelt, welche Passwörter Nutzer in Großbritannien so verwenden:

Top Ten der Passwörter in UK (Google)

  1. Pet’s name
  2. Significant dates (like a wedding anniversary)
  3. Date of birth of close relation
  4. Child’s name
  5. Other family member’s name
  6. Place of birth
  7. Favorite holiday
  8. Something related to favorite football team
  9. Current partner’s name
  10. The word ‚Password‘

Ich dachte ja, dass „password“ als Passwort endlich ausgedient hätte… Oder gibt es jemand, der meint, das sagt ja jeder und dann ist es schon wieder sicher? Nicht gut!

Das sollten wir wirklich in punkto Passwörter vermeiden:

  • No! Alle Passwörter, die zu den Top Ten Beispielen passen
  • No! Einfache Ziffernfolgen wie 123456789 oder 111111
  • No! Einfache Buchstabenserie wie abcdefg
  • No! Tastatur-Buchstabenfolgen wie qwertz
  • No! Einfache Kombinationen wie abc123
  • No! Wörter aus dem Lexikon wie Abenteuer, Sicherheit, Ferien oder Donaudampfschifffahrtskapitän

Und Ja! Das sollten wir für sichere Logins tun:

  • Login-Seiten mit https:// aufrufen
  • Mindestens 8 Zeichen für das persönliche Passwort wählen
  • Für das Kennwort Zahlen, Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Umlaute und Sonderzeichen wie & miteinander kombinieren
    (Extra-Tipp: für die gewählten Sonderzeichen oder Umlaute vor der Auslandsreise prüfen, wie das Zeichen in anderssprachigen Tastatur-Layouts gebildet werden kann)
  • Sichere Zeichenkombination erstellen, die persönlich gut zu merken sind – zum Beispiel eine Liedzeile oder ein Satz, von dem die Anfangsbuchstaben mit Sonderzeichen kombiniert werden
  • Auch wenn es schwerfällt: Passwörter nicht aufschreiben oder gar im Taschenkalender notieren
  • Passwörter zweimal im Jahr ändern
  • Wenn Dienste Fragen anbieten, um sich ans eigene Passwort besser erinnern zu können, diese ignorieren oder eine unrichtige aber gut zu merkende Antwort eintragen

Ist doch gar nicht so schwer, oder?

Illustration mit Foto von Javier Brosch / istockphoto.com

Erreichbarkeit auch über Weihnachten und Neujahr

Bitkom ChartWer hätte das gedacht? Inzwischen geben 74 Prozent der Befragten einer Studie des BITKOM an, erreichbar zu sein, obwohl sie über Weihnachten und Neujahr eigentlich in Urlaub sind. Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden können sie per Telefon oder eMail (55 Prozent) erreichen.

Im Vergleich zu den Vorjahres-Befragungen hat die Erreichbarkeit per eMail zugenommen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Befund mit der Verbreitung von Smartphones zu tun hat. Damit ist es enorm aufwandsarm geworden, per Mobiltelefon das eMail-Konto unterwegs abzurufen.

Nur rund jeder vierte Urlauber gibt in der Befragung des Bitkom an, über die Feiertage für niemanden beruflich erreichbar zu sein. Interessanterweise schalten am häufigsten die jüngeren Beschäftigten komplett ab: 35 Prozent der Urlauber unter 30 Jahren beantworten weder dienstliche Anrufe noch eMails.

Nicht zu vergessen: Für jeden 5. Berufstätigen ist die Erreichbarkeit über die Feiertage 2013 kein Thema gewesen: Sie hatten keinen Urlaub…

-> Pressemitteilung zur Studie des Bitkom

Foto: Sergey Mostovoy / fotolia
Foto: Sergey Mostovoy / fotolia.com