Darum finden Frauen Coworking anziehend

Victoria Arnold bezeichnet sich selbst als „Entrepreneur, optimist & doer of things“. Ich mag ihr Zitat im Interview mit The Next Women:

„Women, by their very nature, build relationships and interact with others differently to their male counterparts.
In business, women provide an incredible support network, which is one of the main principles of coworking – support from likeminded people in a collaborative environment.“

Victoria Arnold gründete sowohl Homestayfriends, die Plattform für private Übernachtungen in Großbritannien, als auch Deskunion.

illustration favourite QuotesDas Unternehmensziel von Deskunion passt besonders zu ihrem Zitat, da es eine Netzwerk-Variante des Coworking ist: Hier werden Startups, Freelancer und Kleinstunternehmer mit Firmen verknüpft, die verfügbare Arbeitsumgebungen anbieten.

Ganz ähnlich war ja 2009 unsere Vereinsgründung von Coworking-Interessierten gelagert, als Anbieter das unternehmerische Risiko eines Coworking Space in der bayerischen Metropole scheuten. Die dritte Satzungsänderung wurde im Mai 2010 von der Eröffnung des combinat56 in Westschwabing eingeholt. Übrigens auch von einer Frau…

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20 neue Jobs gefällig?

digital workplace Foto: DoSchuDie New Yorker Agentur sparks & honey stellt plakativ neue berufliche Tätigkeitsprofile vor, die im Aufwind sind. Zum Teil sind Menschen schon in den Jobs aktiv, manche werden sich erst entwickeln.

Diese Jobs fielen mir dabei besonders auf:

Corporate Disorganizer

Eine sehr schöne Idee: Experten, die Hierarchien in Unternehmen abbauen, damit dort eine Startup-Kultur oder auch „organisiertes Chaos“ entsteht. Da bin ich sehr gespannt, ob sich das durchsetzen wird!

Personal Digital Curator

Das ist schon fast meine Job-Beschreibung: Spezialisten, die relevante Apps, Hardware, Software und Informationsquellen empfehlen, mit denen Kunden ihre Reputation und Karriere weiterentwickeln.

Printing Handyman

Ein Material- und 3D-Druck-Spezialist – in der Münchner Nachbarschaft hat dazu passend jüngst ein Shop eröffnet: FreeForm4U. Der kommt zwar nicht wie im Jobbeispiel genannt zu mir nachhause, druckt aber genauso gewünschte Teile aus.

Privacy Consultant

Diese Dienstleistung ist besonders für die Chefetagen von Unternehmen interessant und wird sicherlich schon heute nachgefragt. Mit der zunehmenden Nutzung neuer digitaler Kanäle und nicht zuletzt infolge der Snowdon-Enthüllungen dürfte dieser Job ein enormes Potenzial entfalten.

Productivity Counselors

In der Vielfalt den Überblick behalten und seine Arbeitsleistung im Griff haben – eMail-Aufräum-Kurse für mehr Produktivität am Arbeitsplatz kennen wir ja schon lange. Mit den zunehmenden digitalen Kanälen, die wir nutzen, wird dieses Beratungsangebot zunehmend nachgefragt werden.

Quantified Self Personal Trainer

Heute findet das noch vorwiegend im Selbsthilfe-Modus mit den jeweiligen technologischen Gadgets der Quantified Self-Bewegung statt – eine greifbare Ausbaustufe der Tätigkeiten von Personal Trainers, die ihren Kunden Fitnessarmbänder, vernetzte Waagen etc. verordnen, um die Entwicklung der Gesundheitsdaten zu monitoren.

Urban Shepherd

Das können wir zum Beispiel in München bei o’pflanzt is oder in Berlin im Prinzessinnengarten bestaunen. Kleine Gärten können mit mobiler Struktur nahezu an jeder Stelle der Stadt als „Micro-Farming“ eröffnet werden. Inklusive Bienenstock, denn die Honigproduzentinnen finden bei den Stadtimkern nebst urbanem Blütenangebot übers Jahr inzwischen mehr Futter als auf dem Land mit industriellen Monokulturen.

Vicarious Videographer

Huch, hier hatte ich gleich einen Film im Sinn: Erinnert sich noch jemand an „Strange Days“ (1995)? In Vorstufe dazu zeichnen Videographer per „life logging devices“ wie Google Glass einzigartige Erlebnisse für die Couch Potatoes auf. Wie erfolgreich solche Videos sind, zeigte Felix Baumgartners Sprung 2012.

Und hier sind sie, die „20 Jobs of the Future“

Welche neue berufliche Tätigkeit seht ihr am Horizont oder würde in unserer digitalen Gesellschaft auf jeden Fall zunehmend Kunden finden?

Foto: DoSchu Creative Commons BY-NC-ND

Impressionen von der Cowork2014

Im Februar trafen Coworking Interessierte zur Cowork2014 in Wolfsburg zusammen. Hier speichere ich meine Fotos, um sie in einem Storify nutzen zu können.

Cowork2014

Cowork2014 Ablaufplan
Cowork2014 Ablaufplan
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Sessionplanung Cowork2014
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Aus der Session Schule für Selbständigkeit – Wirtschaftsförderung von unten

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aus Session Weiterbildung
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aus Session Weiterbildung
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aus Session Weiterbildung
cowork2014-doschu-weiterbildung-03
aus Session Weiterbildung
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Aus Vortrag von Prof. Dr. Reiner Schmidt
doschuh
Peter Schreck Session Neue Arbeits(t)räume
Session Neue Arbeits(t)räume Peter Schreck
Session Neue Arbeits(t)räume
cowork2014 Peter Schreck Session
Session Neue Arbeits(t)räume

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Empfang des Coworking Space Schiller40 in Wolfsburg

Coworking Space Schiller40 in Wolfsburg
Coworking Space Schiller40 in Wolfsburg

Fotos: DoSchu Creative Commons Lizenz by-nc-sa

Cowork 2014 – 7.-9. Februar in Wolfsburg

cowork 2014 coworking Konferenz
Tipp für Coworking Interessierte und Aktive: Schiller 40, der Coworking Space der Stadt Wolfsburg, lädt zur Konferenz Cowork 2014 mit Barcamp-Elementen Anfang Februar nach Wolfsburg.

Für den Konferenzbeginn am Freitag sowie den Sonntag haben die Organisatoren ein Programm entwickelt. Der Samstag ist dann Barcamp zum Thema Coworking, das wir als Teilnehmer mit unseren Themen, Ideen und Fragestellungen gestalten.

Thematische Fixpunkte der Cowork 2014:

Ich bin schon sehr gespannt auf die Lesung zum Buch „New Business Order – Wie Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern“, die für den Freitagabend geplant ist.

Auf geht’s nach Wolfsburg zur Cowork 2014! Wer geht mit?

Digitale Zeiten, neue Arbeitswelten

Illustration DoSchu
Ein Interview mit dem Arbeitswissenschaftler Ulrich Klotz in der Computerwoche nimmt in den folgenden Passagen einen Blogbeitrag vorweg, den ich seit Tagen in Gedanken formuliere…

„Wir befinden uns in einer Übergangsphase, in der verschiedene Arbeitsformen und unterschiedliche Kulturen von Arbeit nebeneinander existieren.“ (Ulrich Klotz)

Mir ist klar, dass meine digitale Arbeitswelt nicht 100% auf andere passt oder zutrifft. Es erstaunt mich jedoch regelmäßig, warum andere diese meine Art zu arbeiten nicht wahrhaben möchten oder sie als absolute Ausnahme ansehen.

Viele Arbeitsformen verändern sich durch digitale Möglichkeiten – nicht zwingend alle. Die Frage ist, welche Modelle bald die Ausnahmen bilden.

„Seit dem Aufkommen der Computer in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird Arbeit wieder neu definiert: Immer mehr Menschen können überall und jederzeit arbeiten, (…). Arbeit bezeichnet wieder das, was man tut, und nicht das, wohin man geht.“ (Ulrich Klotz

Ich begrüsse die Möglichkeit zu vielfältigen Modellen und Varianten des Arbeitens. Es bietet die Perspektive, uns stärker an unseren jeweiligen persönlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten orientiert beruflich zu betätigen.

Da stecken wir als Wissensarbeiter aktuell noch in traditionellen Klemmen:

„Wissensarbeiter brauchen Strukturen, in denen sie ihr Know-how optimal mit dem anderer Spezialisten verbinden können. Tatsächlich arbeiten Wissensarbeiter aber in Organisationen, die noch vom hierarchischen Modell der Industrieära geprägt sind: Oben wird entschieden, unten wird ausgeführt. Wissen ist aber nicht hierarchisch strukturiert, sondern situationsabhängig relevant oder irrelevant.“ (Ulrich Klotz

Beispiele für andere Formen der Zusammenarbeit sind da, die eine von gegenseitiger Wertschätzung, Respekt und Toleranz geprägte Arbeitskultur aufzeigen. Sie haben es jedoch schwer, neben den dominierenden „innovationsfeindlichen Kommandostrukturen der Industriegesellschaft“ aufzublühen und Veränderungen herbeizuführen.

„In der neuen Gesellschaft wird nicht nur Arbeit neu definiert. Auch das Bild des Menschen wandelt sich. Wenn Menschen nicht mehr wie Maschinenteile arbeiten müssen, dann zählt das, was uns von Maschinen unterscheidet: Kreativität, Emotionen und Intuition.“ (Ulrich Klotz

So wie Social Media in der Entwicklung der Online-Technologie stärker den Mensch in den Fokus rückte, so geschieht dies auch als Mitarbeiter. Die Möglichkeiten sind da: Es liegt an uns sie zu ergreifen und auszugestalten.

Informationen zu Ulrich Klotz

Zitate aus Computerwoche: Arbeit ohne festen Arbeitsplatz

(Foto: DoSchu)