Über Zufriedenheit und Gamification in der Arbeitswelt

Foto: DoSchu
Und zwar mal nicht bezogen auf die Büro-Umgebung mit vielen digitalen Geräten, in den sich Gamification also spielerische Ansätze leichter integrieren lassen. Mario Herger zeigt in diesem Vortrag auf, wie viel besser Zusammenarbeit und Zufriedenheit auf die Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit einzahlen.

Ich mag darin seinen Vergleich Camaraderie vs. Competition:

  • Competition is the opposite of collaboration
  • Only a handful of people compete
  • Competition doesn’t last long
  • Competition disadvantages certain demographics
  • Competition leads to negative behaviors
  • Competition leads to administrative headaches
  • Only one person can win, but all others loose
  • Short term boost, long term damage

That’s why I love Coworking

Happiness – wichtig am Arbeitsplatz

Mario Herger stellt aus Studien zusammen, wie sich die Zufriedenheit des Mitarbeiters auf seine berufliche Tätigkeit und das Miteinander mit den Kollegen auswirkt:

Happy employees…

  • …are 2x as productive
  • …stay 5x longer in their jobs
  • …are 6x more energized
  • …take 10x less sick leave

Happy workers…

  • …help their colleagues 33% more than their least happy colleagues
  • …raise issues that affect performance 46% more
  • …achieve their goals 31% more often
  • …are 36% more motivated

Quellen und Details siehe enterprise-gamificiation.com

Kann Müll sammeln befriedigend sein?

Eine Studie wies die hohe Zufriedenheit von Müllsammlern in San Francisco nach. Diese Faktoren machen aus, ob man diesen Job hasst oder mag:

  1. The work is meaningful. – Der Job ist wichtig für unser Zusammenleben: Ohne Müllsammler erstickt eine moderne Stadt rasch im Müll. Das haben viele Städte in Streikzeiten weltweit verdeutlicht.
  2. The workers are also owners of the company. – Die Mitarbeiter sind gleichzeitig Mitbesitzer dieses Unternehmens und bestimmen daher über ihre Chefs und Kollegen mit.
  3. The workers can decide on how much time they take for a route and also periodically switch routes. – In diesem Unternehmen arbeiten Mitarbeiter nicht streng nach Routine sondern bestimmen sowohl Zeitaufwand als auch Sammelrouten mit.

Weitere Beispiele beschreibt Mario Herger hier: How Blue Collar Workers break Monotony with Gamification

Fazit: „Make work more fun!“

Dieser Appell erinnert mich an ein Buch, das ich vor langer Zeit las. Mehrfach verschenkte oder empfahl ich es bereits. Denn es gibt in Deutschland jede Menge Jammerer, aber ändern tun sie nichts. Wenn an der Grundsituation keine Veränderung gewollt ist (oder nicht möglich ist), dann hilft es, seine eigene Einstellung zu bestimmen. Und damit ein gewisses Stück Souveränität zurück zu gewinnnen vom „Opfer der Umstände“ zum Annehmen und das Beste draus machen.

Das gedruckte Werk hört auf den Titel „Fish“ (auch in deutscher Sprache erhältlich in der Buchhandlung eures Vertrauens). Ein geniales und rasch zu lesendes Buch, das uns klarmacht, wie sehr wir es in der Hand haben, ob wir Spass in unseren Projekten oder am Arbeitsplatz haben oder nicht. Das entscheiden wir jeden Tag selber! In diesem Sinne: Have more fun.

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2 Gedanken zu “Über Zufriedenheit und Gamification in der Arbeitswelt

    1. Ja, es zeigt sehr schön wie monotone Tätigkeiten wesentlich angenehmer für die Arbeitenden gestaltet werden können – sogar mit wenig Aufwand.

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