Personas (nicht nur) der Wunsch-Kunden

Illustration Personas

Für die Vorbereitung auf ein neues Business erstelle ich gerade Personas. So kann ich Informationen aus Statistiken, Befragungen und Erfahrungen als fiktive Personen visualisieren. Personen, die je nach ihrem Hintergrund individuelle Arbeitsgewohnheiten haben und damit verbunden spezifische Anforderungen stellen.

Das ist gar nicht so einfach und „kostet“ na klar Zeit. Ich bin jedoch nach diversen Web-Projekten zum Personas-Fan geworden. Wenn die Personen mal feststehen, ist es bei der Diskussion um neue „Features“ leichter, ihren Wert für die Kunden / Nutzer einzuschätzen, wenn sich rasch in die verschiedenen Stellvertreter hineinversetzt werden kann.

Fast wie im richtigen Leben

Zur Persona gehört neben den eng am eigenen Angebot orientierten Parameter genauso eine persönliche „Biographie“ dazu. Für die wahrscheinlichen Kunden beschreibe ich deren Familiensituation und welcher Lebensstil bevorzugt wird. Besonderes Augenmerk lege ich auch darauf, wie flexibel und mobil die jeweilige Person ihren Arbeitsstil pflegt. Verständlicherweise fließen einem Portraits der Wunschkunden leichter in den Computer. Ich nehme darüber hinaus Beschreibungen von fiktiven Menschen mit auf, die vielleicht Interesse zeigen könnten, aber nicht zum Angebot passen. Eine Herausforderung, die praktischerweise gleichzeitig hilft, die Angebotsleistung zu schärfen.

Tipp: Excel für die Sammlung…

Zunächst hielt ich die Beschreibungen zu jeder Persona in einer eigenen Textdatei fest. Dann merkte ich, das mir die anderen Profile für den Feinschliff fehlten. Also habe ich meine Lieblings-Anwendung Excel herausgezogen und dort meine Personas gesammelt. In den Spalten sortiere ich die einzelnen fiktiven Personen mit Vornamen, Altersangabe und Kurzbiographie ab, in den Zeilen jeweils die Charakteristik dieser Person zu den definierten Fragestellungen. Effekt: Ich sehe gleich, ob ich einen Parameter vergaß zu betrachten.

…Ausdruck mit Foto für besseres Visualisieren

Dann drucke ich die jeweils eine Personas-Spalte mit der Fragestellungen-Spalte aus. Auf den Ausdruck klebe ich ein aus Katalogen und Zeitschriften ausgeschnittenes Portrait zur Person auf. Damit kann ich mich besser an „Daria, Ulrich, Tim“ oder „Lydia“ erinnern. In der Diskussion ist es übrigens lustiger, wenn als Argument angeführt wird, „Johanna“ wird etwas total unwichtig oder besonders klasse finden. Besonders ist schneller klar, dass nicht meine Meinung relevant ist, sondern die der Kunden oder Nutzer.

Erkenntnis

Mein Learning: Es ist wesentlich leichter Personas für Menschen zu ersinnen, denen ich bereits im Berufsleben begegnete, oder denen ich Fragen gestellt habe. In einem Kundenprojekt war es wesentlich anstrengender sich in die gewünschte Zielgruppe, die ich nur am Rande kannte, hineinzuversetzen. Für das neue Projekt passt es perfekt zu meinen bisherigen beruflichen Stationen.

Vertiefung

Wer sich mehr zum Thema Personas informieren will – hier beschreibt der „Erfinder“ Alan Cooper, wie das Konzept der Personas als „Chuck, Cynthia und Rob“ das Licht der Welt erblickten..

(Foto: DoSchu)

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